Weiterführende Informationen zum Thema Kindheit

Obwohl Eltern meist auffällt, dass sich Entwicklung und Verhaltensweisen ihres Kindes von denen anderer Kinder unterscheidet, so ist der Weg bis zur Diagnose Asperger-Syndrom meist lang.

Viele Verhaltensweisen, z.B. unerklärliche Wutanfälle, Ängste, besonderes Spielverhalten, Auffälligkeiten in den Bereichen Kommunikation und Sprache sowie des Kontaktaufbaus, fallen zwar auf, lassen Eltern aber oft nicht an eine Autismus-Spektrum-Störung denken. Die Ausprägungen der jeweiligen Einschränkungen oder Auffälligkeiten sind individuell völlig unterschiedlich, so dass trotz diverser Auffälligkeiten auch oft z.B. Kinderärzte nicht direkt an das Vorliegen einer Störung aus dem Autismus-Spektrum denken.

Häufig fällt dann im Kindergartenalter deutlicher auf, wie sehr sich das Kind von anderen Kindern unterscheidet bzw. was ihm Probleme bereitet, manche Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen werden aber auch erst in der Schulzeit, manche sogar erst im Erwachsenenalter, diagnostiziert.

 

Kinderärzte sind in der Regel erste Ansprechpartner für Sorgen der Eltern bzgl. der Entwicklung ihres Kindes. Sie werden Eltern auf dem Weg zu einer Diagnostik unterstützen. Ansprechpartner für Diagnostiken im Bereich der Autismus-Spektrum-Störungen sind u.a. sozialpädiatrische Zentren (SPZ) bzw. Frühförderstellen, Autismus-Therapiezentren (ATZ) und Autismus-Spezialambulanzen.

Die ausführliche Diagnostik folgt Leitlinien zur Diagnostik und Verlaufskontrolle. Diese beinhalten z.B. Befragung der Bezugspersonen, Verhaltensbeobachtungen und Verhaltensanalyse, testpsychologische Untersuchungen sowie körperliche und neurologische Untersuchen.

Durch die Diagnostik/Diagnose ergeben sich individuell empfohlene Förder- und Unterstützungsmaßnahmen, z.B. Autismus-Therapie, Ergotherapie, Logopädie und Integrationsassistenz.

ICD-Code und Text

Weitere Informationen zum Autismus

Aus der Forschung – Uni Marburg